Workflow – Glaskunst

Mein Ausgangsmaterial sind bunte Glasstäbe. Glas wird am Brenner und den dran verbundenem Konzentrator eine Mischung aus Gas und Sauerstoff auf rund 1.200° C erhitzt. Dann ist es so zähflüssig wie Honig und formbar. Nun lassen sich Glasperlen in allen möglichen Varianten formen. Es gibt nur einfarbige Glasstäbe und man muss die Farben selbst zusammenmischen.

Werkzeug: Dorne für das umwickeln von heißem Glas, Pinzette um Glasfäden zu ziehen, die Flachzange zum kreieren einer flachen Glasperle, die Schere um Skulptur- Perlen zu erstellen. Einen Paddel aus Graphit zum formen, eine Glasbläserpfeife was ist langes Rohr mit Mundstück zum Glasblasen, einen „Hot Finger“ also einen Greifer für meine mundgeblasenen Perlen.

In der Regel dauert die Herstellung einer Glasperle ca. eine halbe bis 2 Stunden je nach Design und Größe.

Bevor ich jedoch mit einer Glasperle anfange benötige ich noch meine Design Elemente die ich noch vorbereiten muss.

Dazu gehören zum Beispiel „Shards“ aus Glas. Dazu wird das Glas mit der Pfeife geblasen.

Die Glasblase wird nun in Stücke gebrochen, somit haben sie für meine Designs die perfekte Größe.

Gebrochene Shards in transparenten blau und grün Tönen

Weiter brauche ich für mein Design zum Beispiel gezwirbelte Glasstangen „WIG WAG“ und handgezogene „MURINIS“ die ich auch selber herstelle……

Folgendes Bild zeigt : Die Glasstäbe ganz links sind die mit denen ich die Grundaufbau meiner Perle beginne. Mit den hauchdünnen rechts beende ich meist mein Design 🙂

Am Ende des Prozesses kommt die fertig gearbeitete Perle in den ca. 520°C heißen Ofen nach Beendigung der letzten Perle bleibt der Ofen noch auf der „annealing“-Temperatur; die Dauer richtet sich nach der Dicke der zuletzt gearbeiteten Perlen. Damit wird eine gleichmäßige Temperaturverteilung in den Perlen erreicht. Danach wird die Temperatur langsam und gleichmäßig auf ca. 440°C gesenkt (untere Kühltemperatur), hier wird die Temperatur erneut einige Zeit gehalten, danach kann der Ofen ausgeschaltet werden. Nur bei extrem großen Werkstücken ist eine weitere Kühlrampe bis Raumtemperatur notwendig. Nach dem vollständigen Auskühlen können die Perlen entnommen werden. (Die angegebenen Temperaturen beziehen sich auf Moretti-Glas; für präzise Detailangaben siehe auch Tempertabellen von Moretti/Bullseye/Boro)

Dieser Vorgang wirkt sich positiv auf das Material aus. „Glas ist ein Material, das immer anders aussieht. Jedes Licht, jeder Blickwinkel verändert das Farbenspiel und sorgt für neue Facetten.“

Nummer 1:  Anfangs-Perle

Nummer 2:  Anfangs-Perle flach gepresst

Nummer 3: Hohlperle geblasen

Nummer 4: Jedes design besteht auf dots, Glas-Punkte diese dann eingeschmolzen bzw. flach geschmolzen werden

Nummer 5: verschieden farbiges transparentes Glas auf Weiß aufschichten und mit haarfeinen Glasfäden im Feuer auf die Glasperle detailliert malen

Nummer 6: Eine Mischung aus transparentem Glas und opaques Glas aufschichten, mit detaillierter Strichführung im Feuer. Nach langsamen abkühlen im Perlen- Ofen wurde die Perle teilweise noch Sandgestrahlt daher kommt dieser matt und glänzende effect.